02. Juli 2016

Verspätung durch Eyjafjallajökull

Nach einer kurzen Nacht haben wir im Hotel ein sehr gutes Frühstück genossen. Wir mussten noch schnell die Waschtaschen im Gepäck verstauen und die Technik für die Reise (Pad, Kopfhörer, Nackenkissen etc.) packen.

Etwas eher als angekündigt brachte uns dann der Shuttle-Service des Hotels zum Flughafen. Dort war der Checkin-Schalter noch nicht geöffnet, sodass wir ein bisschen die Zeit totschlagen mussten. Ich hab z.B. mit einem Zollbeamten geschwatzt, der sich quasi weigerte, meine Nämlichkeitsbescheinigung zu unterstempeln. Kamera, Laptop und Smartphone haben ja schon einen gewissen Wert und ich habe eigentlich keine Lust, im Falle eines Falles beim Wiedereinreisen über die Herkunft der Geräte zu diskutieren. Am Ende bin ich „unbescheinigt“ wieder abgezogen.

Beim Checkin haben wir uns in der Schlange mit einer Familie unterhalten, die aus Seattle war und drei Wochen durch Europa gereist ist. Nach der Sicherheitskontrolle war eigentlich nicht mehr viel Zeit bis zum Boarding, aber für unseren Flug wurde eine Verspätung angezeigt. Als die Maschine dann in München am Gate andockte habe ich gesehen, wie der Flieger heißt und dachte ‚kein Wunder, dass er zu spät ist‘ hieß er doch Eyjafjallajökull.

http://hamm-family.de/Forenbilder/rb2016/02_01.jpgDer Verspätungsflieger

Wir haben die Verspätung aber ein wenig aufgeholt und waren fast pünktlich in Island. Dort haben sie zwar einen kleinen Flughafen, aber der war übervoll mit Leuten. Bei nur noch 35 Minuten Umsteigezeit und angezeigten Wegen bis zum nächsten Gate von 20 Minuten haben wir uns dann doch etwas beeilt. Die Eile war aber völlig unnötig, da der Flieger mit dem wir weiterfliegen sollten auch anderthalb Stunden verspätet war. Mir bzw. meiner Frau wäre etwas Stress erspart geblieben, wenn sie auf den Übersichtsmonitoren, die die Gates anzeigen auch gleich auf die Verspätung hingewiesen hätten.

http://hamm-family.de/Forenbilder/rb2016/02_02.jpgDer brachte uns über den Atlantik und ist, wie alle Maschinen von Icelandair, nach einem Vulkan benannt

http://hamm-family.de/Forenbilder/rb2016/02_03.jpgGrönland

Der Abflug von Island hat sich noch einmal zusätzlich verspätet, weil im Terminal auf einmal Feueralarm ausgelöst wurde. Wir waren schon im Flieger und haben nur gesehen, wie Passagiere das Terminal in Richtung der Flugzeuge verlassen haben und dort hektisch vom Personal in bestimmte Bereiche gedrängt wurde. Erst später hat der Pilot die Begründung für dieses merkwürdige Verhalten geliefert.
Der zweite Flug, etwa doppelt so lang, verlief etwas unruhiger. Ein paar Turbulenzen in der Luft führten zu ein paar Wacklern und eine Gruppe fußballinteressierter Deutsche haben dafür gesorgt, dass jeder im Flieger mitbekommen hat, wie das Viertelfinale lief und was sie sonst noch untereinander mitzuteilen hatten.

http://hamm-family.de/Forenbilder/rb2016/02_04.jpgMehr Beinfreiheit, so dass man sich besser mal strecken kann, als bei anderen Airlines in der Eco

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Entertainment mit USB-Buchse, wobei der Slot für mein USB-Kabel von Amazon zu dick war (das Original vom iPhone hingegen hat gepasst). Auf dem Rückflug hatten wir ein neueres Entertainment-System mit besser zugänglicher Buchse

Den Flug mit Icelandair werden wir für spätere USA-Reisen in die Favoritenliste mit aufnehmen. Der Fußraum war größer, als bei anderen Fluggesellschaften. Die Sitze in der Economy-Class kamen uns allerdings schmaler vor und härter, als bei anderen. Essenstechnisch haben wir uns selbst versorgt und die Getränkeversorgung im Flieger war gut.

Ankunft im Turbogang

Nachdem wir von Island mit über zwei Stunden Verspätung abgeflogen sind, hatten wir in Denver effektiv nur noch anderthalb Stunden davon. Nach der Landung beginnt die immer gleiche Prozedur aus Immigration, Gepäck in Empfang nehmen, Zollformular abgeben und Mietwagen holen. Ganz wie immer war es aber diesmal nicht, denn wir hatten Premiere bei der Nutzung von Automaten für die Einreiseprozedur und wir haben einen persönlichen Rekord für alles zusammen aufgestellt. Bereits eine Stunde nach der Landung saßen wir im Mietwagen (und es wäre schneller gegangen, wenn wir gleich an der richtigen Stelle zum Mietwagen-Shuttle gegangen wären, statt das Liftfahren und Umherirren zu übertreiben).

Bei Hertz gab es einen Nissan Rogue für uns, mit knapp 25.000 Meilen auf dem Tacho, Allrad und reichlich Platz fürs Gepäck. Ich denke, damit haben wir einen guten fahrbaren Untersatz erwischt.

Wir hatten zunächst überlegt, die ersten Einkäufe zu erledigen, aber nach der strapaziösen Anreise und wenig Schlaf wollten wir nur noch ins Bett.

Das Hotel haben wir schnell gefunden und das Einchecken war auch flott erledigt. Auf dem Tresen stand ein kleines „Glücksrad“, welches für Mitglieder im Best Western Rewards Programm verschiedene „Preise“ versprach. Ich habe uns jeweils ein Freigetränk an der Bar erspielt. Allerdings steht uns heut nicht mehr der Sinn nach Bar und Livemusik. Wir bringen nur noch die Koffer aufs Zimmer, duschen und ab geht’s ins Land der Träume. Gute Nacht!

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