17. Mai 2015

Ganz alte Bäume von ganz woanders

Wir haben in Himmelsnähe ganz gut geschlafen. Ich bin vor dem Sonnenaufgang losgezogen, um von der am Restaurant befindlichen Aussichtsplattform den Blick auf die Vingerklip im Licht der aufgehenden Sonne zu genießen und auch fotografisch festzuhalten. Ein paar kleinere Vertreter der afrikanischen Tierwelt sind mir auch vor die Linse gekommen und ein Blick auf Heavens Gate, wo Petra grad den Sonnenaufgang verschläft.

Sonnenaufgang
Vingerklip im Morgenlicht
erste Sonnenstrahlen auf der Terrasse
Eule in der Dämmerung
Kletterkünstler auf der Suche nach Futter
Zebras an der Futterstelle
Rotaugen-Bülbül
Dort schlummert Petra noch
Tafelberg in der aufgehenden Sonne
zweite Sonnenstrahlen auf der Terrasse 😉

Für 8 Uhr hatten wir das Frühstück bestellt und kurz vorher sahen wir auch den Koch die Leiter erklimmen. Das Frühstück war lecker und so ganz ungestört mit Blick auf die herrliche Landschaft hat es noch mal so gut geschmeckt.

Unser persönliches Frühstücksbuffet
Frühstücksgäste
Selbstbildnis am Himmelstor

Leider hat alles Schöne mal ein Ende und so mussten wir dann gegen 10, nachdem wir auf der Terrasse noch ein paar wärmende Sonnenstrahlen genossen haben, den Kofferträger rufen, der uns beim Gepäck behilflich war.

Nach dem Check-Out fuhren wir dann los, weiter in Richtung Etosha Nationalpark. Einen kleinen Zwischenstopp haben wir im Petrified Forest gemacht, wo es gegen geringe Gebühr eine kleine Führung durch die Überreste von Nadelbäumen längst vergangener Epochen gab. Interessanter Weise wuchsen die Bäume gar nicht hier, sondern wurden hier durch eine urzeitliche Flut angespült und dann von Sediment bedeckt. Danach wanderten dann die Elemente des Sediments in das Holz und versteinerten selbiges. Noch ein paar hunderttausend Jahre später wurde das Sediment durch die Erosion abgetragen, so dass die Stämme nun wieder freilagen.

Nach diesem kleinen Schlenker fuhren wir dann gemächlich nach Kamanjab, wo wir im Oppi-Koppi Restcamp für eine Nacht ein Zimmer gebucht hatten. Das Zimmer entpuppte sich als netter kleiner Bungalow.

Zum Abendessen waren wir im angeschlossenen Restaurant. Es gab Zebra-Steak (auch ein leckeres Fleisch) und einen kleinen Erweiterungskurs in afrikanischer Tierkunde, denn am Rande des Gartens auf einer kleinen Mauer wurden Küchenabfälle ausgestreut und eh man sich’s versah, waren da Stachelschweine am Schmatzen. Leider war es in der Ecke ziemlich duster, so dass die Fotos nicht die beste Qualität haben.

Termitenhügel
Termitenhügel
Kein Wild, sondern Nutzvieh an der Straße
versteinertes Holz
Unser Zimmer
die Terrasse
Gäste im „Vorgarten“
Unser Abendessen
Stachelscheine beim Vertilgen der Küchenabfälle

Ich hab dann noch ein wenig an den Berichten der letzten Tage geschrieben, Bilder auf die Festplatte gezogen und durchgeschaut. Die Verfügbarkeit des Internets ist nicht so gut, so dass es mit dem Hochladen nicht so klappt wie gewünscht. Außerdem bin ich immer ziemlich k.o. nach den Fahrstrecken. Die Straßenverhältnisse erfordern eine permanente Aufmerksamkeit und dann will man ja auch etwas von Landschaft und Tierwelt drumherum mitbekommen. So bin ich bzw. sind wir abends immer schon beizeiten müde und es zieht uns ins Bett.

Morgen fahren wir dann endlich in den Etosha. Wir haben bisher unterwegs schon einiges von der Tierwelt gesehen, aber im Nationalpark sollen uns noch viel mehr solcher Begegnungen erwarten.

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