Die andere Seite des Äquators

Vorbemerkungen

Die Koffer sind gepackt, die Unterlagen sortiert und etwas Vorfreude stellt sich auch schon ein. Morgen Nachmittag geht der Flieger nach München, von wo aus uns South African Airlines über Johannesburg nach Windhoek fliegen soll.

Dieser Bericht soll es den Lesern erlauben, uns auf unserer Reise nach Namibia virtuell zu begleiten. Den Wunsch zu dieser Reise hatte ich schon länger. Ich wollte irgendwann in meinem Leben die wilden Tiere Afrikas in ihren heimischen Gefilden beobachten. Mein 50. Geburtstag war dann der Aufhänger, die Reise konkret in Angriff zu nehmen. Relativ schnell fiel die Wahl auf Namibia, weil ich dazu schon das eine oder andere gelesen hatte und die Kombination aus Landschaft und Tierwelt uns hier am Interessantesten erschienen. Zusätzlich reizt die deutsche Vergangenheit des ehemaligen „Deutsch-Südwest-Afrika“ bzw. des „Deutschen Schutzgebiets“.

Ich möchte auch auf dieser Reise versuchen live zu berichten, gehe aber davon aus, dass es nicht überall mit dem Internetzugang problemlos funktioniert. Also bitte ich gleich um Verständnis, wenn es mal ein paar Tage nix neues zu lesen gibt, falls das Internet mal nicht zugänglich genug ist.

Nachdem das Reiseziel feststand, ging es an die Planung. Ich habe diverse Reiseberichte gelesen und unter Zuhilfenahme eines Internetforums (www.namibia-forum.ch) die Route und die Übernachtungsoptionen ausgearbeitet. Mit diesem groben Entwurf ging es an die genaue Planung. Wir haben verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten gesucht und Preise recherchiert. Als umständlichste Buchung stellten sich die Übernachtungen im Etosha Nationalpark dar. Es gibt leider kein Buchungssysteme mit Liveauskunft, sondern immer nur Anfragen über die Agents der NWR (Namibia Wildlife Resorts). So ging es ein paar Tage hin und her, bis wir die Unterkünfte im Park fest gebucht hatten. Es ergab sich auf Grund der Verfügbarkeiten eine zeitliche Verschiebung, die uns vor dem Nationalpark etwas von der kostbaren Zeit genommen hat für die wir hinterher irgendwie keine richtige Verwendung mehr hatten. Vielleicht täuscht mich der Eindruck auch, weil die Höhepunkte in den ersten beiden Wochen eigentlich schon absolviert sind.

Als die zeitliche Aufteilung dann stand, haben wir entlang der Route Unterkünfte gesucht und gebucht. Von einfachen Camps bis zu etwas luxuriöseren Unterkünften ist alles dabei. Am meisten freu ich mich auf die Übernachtungen im Etosha und im „Heavens Gate“ an der Vingerklip Lodge.

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Die ersten Zeilen des Vorworts tippe ich gut drei Wochen vor dem Urlaub. Die Planung ist schon längst abgeschlossen und die Buchungen auch. Vor ein paar Tagen bin ich dann wieder an die Buchungen erinnert worden, als „DerTour“ die erste Restzahlung für die Übernachtungen in der „Le Mirage Desert Lodge“ abgebucht hat. Das war für mich Anlass, noch mal zu schauen, wann welche weiteren Zahlungen so fällig sind.

Der abstürzende Euro-Kurs macht vermutlich auch unseren Urlaub teurer. Da wir nicht allzuviele Übernachtungen im Voraus bezahlen konnten, werden wir wohl bei Zahlung vor Ort durch den schlechteren Wechselkurs ein wenig mehr bezahlen, als geplant. Auch die ganzen Aktivitäten vor Ort werden dadurch eventuell teurer, aber was soll’s, es hätte auch andersherum kommen können.

Da der Urlaub nun in greifbare Nähe gerückt ist, kommen auch noch ein paar unerledigte Aufgaben wieder ins Blickfeld. Ich bin schon „durchgeimpft“, Petra wegen ihrer Grippe leider noch nicht, aber sie sollte es bis dahin auch noch schaffen.

Wir haben uns von Andreas noch ein bissel Technik geborgt, um notfalls mit Sonnenstrom ein paar Akkus laden zu können. Ich fange so langsam an, die restliche Technik zusammenzusuchen und kalkuliere nochmals den Speicherbedarf. Ich werd wohl noch ein, zwei Speicherkarten kaufen, um nicht an einem Wasserloch sitzend die genialsten Momente wegen Speichermangel undokumentiert verstreichen zu lassen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es noch. Andreas hatte mir zum 50. und zu Weihnachten eigentlich ein geniales Geschenk gemacht (Stichwort für die Googlesuche „Bublcam“). Leider hat sich die Lieferung immer wieder verzögert und ich hab keine Hoffnung mehr, dass es vor dem Abflug noch ankommt.

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Jetzt sind es noch neun Tage bis der Flieger geht. Petra hat sich gestern die restlichen Impfungen geben lassen und hofft, dass es keine allzu schlimmen Nebenwirkungen gibt. Ich bin inzwischen froh, dass ein Auftrag für nächste Woche doch nicht kommt. Mein Schwiegervater hat in letzter Zeit stark abgebaut, so dass wir uns noch kümmern mussten, ihm einen Pflegeplatz zu besorgen. Petra kümmert sich um alles, was organisiert werden muss, da ihr Bruder dank Hexenschuss oder so außer Gefecht gesetzt ist. Zumindest können wir erst mal relativ beruhigt fliegen, denn sie hat einen Platz für ihn bekommen und der Rest wird sich auch noch regeln. Vorfreude sieht aber anders aus und ich hoffe, dass wir im Urlaub von Hiobsbotschaften verschont bleiben.

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Wenn ich diese Zeilen tippe, sind es noch ziemlich genau 48 Stunden bis der Flieger von München nach Johannesburg abhebt. Ich hab ein letztes Mal die Technik überprüft, Petra hat alles zusammengestellt, was an Medizin und für die Körperhygiene so gebraucht wird. Koffer werden dann wohl morgen gepackt. Inzwischen wissen wir den Schwiegervater gut versorgt und auch für die Schwiegermama haben wir die Pflegeunterstützung angestoßen. Wenn nicht noch was Unvorhergesehenes passiert, kann es mit der Vorfreude so langsam los gehen. Zudem haben wir uns entschlossen, etwas Spektakuläres zu buchen und heute morgen kam die Zusage. Was das ist bzw. sein wird, wird hoffentlich im Tagesupdate von Dienstag zu lesen und zu sehen sein.

Hier geht’s los…